Fertigungsunternehmen, familiengeführt
Wir haben KI-Piloten in geregelte Freigaben überführt
Ein familiengeführtes Fertigungsunternehmen wollte laufende KI-Piloten sichtbar machen und einen handhabbaren Weg für Prüfung, Freigabe und Betreuung schaffen.
| Branche | Fertigung |
|---|---|
| Leistungen | AI Governance |
Die Fachbereiche testeten außerhalb gemeinsamer Regeln
Im Unternehmen entstanden KI-Piloten für Dokumentensuche, Textentwürfe und interne Auskünfte. Einkauf und IT kannten einen Teil der Werkzeuge, die Fachbereiche weitere. Welche Daten eingegeben wurden und wer Ergebnisse verwendete, ließ sich aus den vorhandenen Softwarelisten nicht zuverlässig erkennen.
Die Geschäftsführung wollte den Überblick herstellen. Ein allgemeines Verbot hätte die bereits nützlichen Anwendungen unterbrochen. Eine pauschale Freigabe hätte offene Fragen zu Vertraulichkeit, Zweck und Verantwortung übergangen. Den Teams fehlte ein Verfahren, mit dem sie ihren konkreten Einsatz beschreiben und eine nachvollziehbare Entscheidung erhalten konnten.
Freigaben sollten den konkreten Einsatz bewerten
Wir sollten ein KI-Inventar und einen verständlichen Freigabeprozess aufbauen. Die Prüfung sollte sich am tatsächlichen Verwendungszweck orientieren. IT, Datenschutz und rechtliche Verantwortliche mussten ihre Entscheidungen dokumentieren können. Für die Nutzer sollten daraus klare Regeln im Arbeitsalltag entstehen, ergänzt um praktische Schulungen zu KI-Kompetenz im Kontext von Artikel 4 des EU AI Act.
Jeder KI-Einsatz erhielt Zweck und Verantwortliche
Das Inventar erfasste die Nutzung
Zu jeder Anwendung hielten wir Zweck, verwendete Daten, betroffene Personen, Anbieter und fachliche Verantwortung fest. Auch informelle Tests wurden aufgenommen.
Die Risikoprüfung bekam eine Begründung
Wir bereiteten Angaben für die Bewertung nach EU AI Act vor. Zuständige Fachleute prüften Risikoklassen und mögliche Pflichten am Einsatzfall; ungeklärte Punkte blieben offen dokumentiert.
Freigaben erhielten konkrete Bedingungen
Erlaubte Daten, menschliche Prüfung, Zugriffsrechte und Grenzen der Verwendung wurden festgehalten. Änderungen an Zweck oder Datenzugriff lösten eine erneute Prüfung aus.
Schulungen bezogen sich auf Arbeitsaufgaben
Die Teams übten Quellenprüfung, den Umgang mit vertraulichen Eingaben und die Meldung fehlerhafter Ergebnisse. Inhalte und Teilnahme wurden für die interne Nachverfolgung dokumentiert.
IT und Fachbereiche prüften vorhandene Piloten gemeinsam
Wir begannen mit Gesprächen in den Fachbereichen und ließen uns reale Arbeitsabläufe zeigen. Die Erfassung wurde bewusst einfach gehalten. Nutzer sollten auch unsichere oder bisher nicht abgestimmte Versuche melden können. Anschließend gingen IT, Datenschutz und fachliche Verantwortliche die Einsätze in wiederkehrenden Prüfrunden durch.
Die Entscheidung hing am konkreten Zweck. Ein Werkzeugname allein sagte wenig darüber aus, ob vertrauliche Daten verarbeitet oder folgenreiche Entscheidungen vorbereitet wurden. Für unklare Einsätze vereinbarten die Verantwortlichen zunächst begrenzte Testbedingungen. Die rechtliche Einordnung blieb bei den zuständigen Fachleuten; unsere Aufgabe war, technische Fakten und Prozessgrenzen prüfbar aufzubereiten.
In den Schulungen arbeiteten die Teams mit passenden Beispielen aus ihrem Alltag. Sie mussten eine plausible, aber unbelegte Antwort erkennen und den vorgesehenen Meldeweg nutzen. Führungskräfte übten außerdem, wann eine geplante Erweiterung erneut vorgelegt werden muss. Die Vorlagen wurden nach den Rückmeldungen vereinfacht, ohne die Entscheidungsgrundlage zu verlieren.
Neue KI-Einsätze durchliefen einen bekannten Prüfweg
Die Geschäftsführung erhielt eine Übersicht der erfassten Anwendungen und ihrer offenen Bedingungen. Fachbereiche kannten Ansprechpartner und konnten neue Einsätze strukturiert vorlegen. Freigegebene Piloten hatten dokumentierte Grenzen und Betreuung. Bei Änderungen ließ sich nachvollziehen, welche Bewertung überprüft werden musste. Die Schulungen lieferten konkrete Übungen für den späteren Umgang mit Fehlern.
Freigaben bleiben nur mit Änderungsmeldungen aktuell
Inventarisieren Sie den Einsatzfall
Dasselbe Werkzeug kann für verschiedene Aufgaben genutzt werden. Zweck und Datenzugriff gehören deshalb zu jedem Eintrag.
Offene Einordnungen brauchen Zuständigkeit
Halten Sie fest, wer eine ungeklärte Frage bearbeitet und welche Nutzung bis zur Entscheidung erlaubt ist.
Üben Sie den Meldeweg im Arbeitskontext
Nutzer müssen Fehler und Zweckänderungen an die richtige Stelle weitergeben können, damit Regeln im Betrieb greifen.
Ein Erstgespräch dauert 30 Minuten.
Wir besprechen, wie Ihre laufenden KI-Piloten eine nachvollziehbare Freigabe und klare Verantwortung erhalten.