B2B-Plattform mit Add-ons, PE-Portfolio

Wir haben die Integration nach Zukäufen geordnet

Eine B2B-Plattform im PE-Portfolio musste nach der Übernahme ergänzender Unternehmen ihre Systeme verbinden und zugleich bestehende Kundenverträge weiter bedienen.

BrancheB2B-Dienstleister
LeistungenTech Transformation, Fractional CTO

Gleiche Begriffe bezeichneten andere Geschäftsvorgänge

Die Plattform und ihre Add-ons nutzten eigene Anwendungen für Vertrieb, Leistungserbringung und Abrechnung. Ein Kunde konnte in mehreren Systemen mit abweichenden Stammdaten auftauchen. Auch der Begriff Auftrag meinte je nach Gesellschaft etwas anderes. Für gemeinsame Berichte wurden Exporte manuell zusammengeführt.

Die Geschäftsführung wollte Anwendungen konsolidieren und die Betreuung vereinfachen. Die operativen Teams befürchteten, dass eine zentrale Lösung Besonderheiten ihrer Verträge verlieren würde. Frühere Integrationsversuche hatten bereits zusätzliche Schnittstellen geschaffen. Deren Betrieb hing an externen Ansprechpartnern, während die fachliche Verantwortung zwischen den Gesellschaften offenblieb.

Das Zielbild musste bestehende Verträge abbilden

Wir übernahmen die technische Führung der Integration und sollten ein gemeinsames Zielbild mit ausführbarem Migrationspfad erarbeiten. Dafür mussten Datenverantwortung, fachliche Unterschiede und Abschaltbedingungen geklärt werden. Der laufende Kundenbetrieb gab die Reihenfolge vor. Eine Anwendung durfte erst entfallen, wenn ihre benötigten Funktionen und Nachweise im Zielprozess verfügbar waren.

Die Migration bekam fachliche Abnahmepunkte

  • Die Systemkarte zeigte führende Datenquellen

    Für Kunden, Verträge und Leistungsnachweise legten wir fest, welches System den verbindlichen Stand führt und welche Anwendungen davon abhängig sind.

  • Das Zielbild erhielt begründete Ausnahmen

    Gemeinsame Funktionen wurden gebündelt. Vertraglich notwendige Besonderheiten blieben beschrieben, mit einer Entscheidung über ihren Platz in der künftigen Landschaft.

  • Der Migrationspfad folgte Geschäftsabläufen

    Wir zerlegten die Umstellung in prüfbare Übergänge. Jeder Übergang enthielt Datenabgleich, fachliche Freigabe, Rückkehrmöglichkeit und Verantwortung für Fehler.

  • Ein Abschaltregister hielt Restaufgaben fest

    Zugriffe, Archive, Schnittstellen und Lieferantenverträge wurden vor jeder Ablösung geprüft. Damit konnte ein technisch ungenutztes System auch organisatorisch geschlossen werden.

Fachbereiche prüften die Umstellung an Kundenfällen

In gemeinsamen Arbeitsrunden mit IT, Finance und operativen Verantwortlichen gingen wir konkrete Kundenabläufe durch. Die Teams zeigten, welche Informationen für Rechnung, Nachweis und Rückfrage benötigt wurden. Erst danach entschieden wir über führende Systeme. Dadurch ließen sich vertraute Oberflächen von tatsächlich notwendigen Funktionen unterscheiden.

Mit Geschäftsführung und Operating Partner besprachen wir regelmäßig Zielkonflikte. Eine sofortige Vereinheitlichung der Abrechnung hätte die Konsolidierung beschleunigt, aber Vertragsausnahmen in manuelle Nebenprozesse gedrängt. Wir entschieden uns für einen Übergang mit klar begrenzten Schnittstellen. Deren laufende Betreuung wurde im Plan ausdrücklich berücksichtigt.

Vor den Umstellungen verglichen die Fachbereiche migrierte Vorgänge mit dem bisherigen Stand. Abweichungen wurden gemeinsam geklärt und erneut geprüft. Den Parallelbetrieb beendeten wir erst nach fachlicher Freigabe. Für die weitere Konsolidierung hinterließen wir dieselben Abnahmekriterien, damit spätere Schritte ohne erneute Grundsatzdiskussion vorbereitet werden konnten.

Die Plattform konnte Anwendungen kontrolliert ablösen

Die beteiligten Teams arbeiteten mit einem abgestimmten Zielbild und kannten ihre Datenverantwortung. Gemeinsame Funktionen wurden zusammengeführt, während begründete Ausnahmen einen dokumentierten Übergang erhielten. Die Geschäftsführung konnte erkennen, welche Systeme bereits ablösbar waren und welche Abhängigkeiten noch bearbeitet werden mussten. Der Kundenbetrieb blieb Maßstab für weitere Umstellungen.

Datenverantwortung muss vor der Abschaltung feststehen

  • Begriffe brauchen fachliche Definitionen

    Klären Sie an echten Vorgängen, was die Gesellschaften unter Kunde, Auftrag und Leistung verstehen.

  • Parallelbetrieb braucht ein Ende

    Halten Sie fest, welche Nachweise die Abschaltung erlauben und wer diese Nachweise abnimmt.

  • Übergangsschnittstellen brauchen Betreuung

    Planen Sie Fehlermeldung und Datenabgleich auch für Verbindungen, die später wieder entfallen sollen.

Ein Erstgespräch dauert 30 Minuten.

Wir besprechen, welche fachlichen Abhängigkeiten die technische Integration Ihrer Zukäufe bestimmen.